Rabenmütter gibt es nur in Deutschland

Wie falsch die rückwärtsgewandten Thesen Eva Hermans sind, zeigen neue Studien. Überall, wo die Emanzipation tatsächlich stattgefunden hat, bekommen Frauen mehr Kinder als in Deutschland.

Interessanter Artikel zu den Thesen diverser demographischer Endzeit-Beschwörer und angesagter Anti-Feministinnnen. Ich glaube, den Satz “Die Deutschen sterben bis 20xx aus” kann ich inzwischen noch weniger hören, als Frau Hermans Unsinn. [Netzeitung]

Comments

  1. kapeka wrote:

    :lol: du hast dich auf die arme Eva aber eingeschossen. Wenn meine gute Freunding das lesen könnte … na gut, sie hat es gelesen. Aber ich sach besser nicht was sie gesagt hat ;-)

  2. str wrote:

    “Rabenmütter gibt es nur in Deutschland”?

    Ich würde sogar sagen, Rabenmütter gibt es nur in der Argumentation gewisser deutscher Feministen und Femininistinnen, die jedwede Abweichung von ihrem Ideal verteufeln wollen.

    Zumindest ist mir noch niemand untergekommen, der wirklich einer Frau ein Rabenmutterdasein vorgeworfen hat, außer eben in den Ausführungen genannter Feministen.

    Die Wahrheit liegt doch eher so, daß die Mutter, die bei ihren Kindern bleibt, sich an Ecken und Enden rechtfertigen muß. “Hausfrauenehe”, “Heimchen am Herd” etc. kennen wir doch alle.

    Das völlig unabhängig davon, ob Frau Herrmann nun recht hat oder nicht.

  3. str wrote:

    Kapeka,

    “Aber ich sach besser nicht was sie gesagt hat”

    Oooch bitte!

    fono,

    nicht das die Deutschen wegen der Demographie aussterben würden ist das Problem, sondern die Haltung des “Na und, dann sterben wir halt aus!” Und genau das ist auch der Grund für das Aussterben. Naja, vielleicht macht der Prozeß ja wirklich halt bei 20 Millionen, aber wer weiß. Konseuquenzen auf unser Leben hätte es auf jeden Fall.

  4. FingO wrote:

    Fono, der Blick in manche Kreuzberger Kindergärten reicht aber schon aus, um zu sehen, daß die deutschen Frauen nicht grad gebärfreudig sind (verzeiht, ich bin grad in einer Chauvi-Phase).

  5. fono wrote:

    @str
    >Rabenmütter gibt es nur in der Argumentation gewisser deutscher Feministen und Femininistinnen

    Ich denke nicht, denn von dieser Seite habe ich bisher noch keine Bedenken gegenüber Frauen, die Familie und Beruf haben wollen gehört. Solche Aussagen kommen nur von anderer Seite und zudem auch fast nur in Deutschland. In anderen Ländern ist das überhaupt kein Thema.

    >“Hausfrauenehe”, “Heimchen am Herd” etc. kennen wir doch alle.

    Ob jeder diese Assoziationen hat weiß ich nicht und das sind auch Klischees, die nicht unbedingt zutreffen. Ich wollte eine Frau die ausschließlich Hausfrau sein möchte allerdings nicht haben.

    @FingO
    >daß die deutschen Frauen nicht grad gebärfreudig sind

    Zu einer gebärenden Frau gehört aber auch ein Mann, der sie vorher schwängert. In dieser Hinsicht scheinen dann auch die deutschen Herren kein Ruhmesblatt zu sein. Im Bezug auf den Artikel kommt das aber auch hin, denn hier haben wir zwar reichlich unsinnige Gesetze für “Quotenfrauen”, trotzdem verdienen Frauen bei gleicher Ausbildung und Anstellung noch oft genug weniger als ihre männlichen Kollegen.

  6. sttn wrote:

    Die Frau will halt ihr Buch verkaufen … das muß man verstehen.

    Wenn sie die Meinung im Buch wirklich vertreten würde, dann hätte sie sich selber danach gerichtet, aber ihr Sohn ist 10 und der hätte seine Mutter und seinen Vater früher gebraucht. Bedenklich finde ich eher ihren Lebenswandel. Ein Kind braucht Vater und Mutter und die sollen nach möglichkeit nicht andauernd wechseln.
    Sorry, das hört sich nun extrem Konservativ an, aber wie sich das anhört ist mir Das was ich gesagt habe bestätigt jeder Kinderpsychologe.

    Nun wie ist es ein Kind zu haben: Es funktioniert super ein Kind zu haben und wenn beide Eltern zusammenhalten ist es das tollste was es gibt. Und man organisiert sich schon so das es klapt. Wer nun wann für das/die Kind/er da ist sollte eigentlich nur die zweitwichtigste Frage sein. Wichtiger ist eher das beide Eltern möglichst viel Zeit für die Kinder haben – nach möglichkeit beide gemeinsam.

    >> Thesen diverser demographischer Endzeit-Beschwörer
    Wenn es die Endzeit-Beschwörer und ewigen Schwarzseher die nicht gäbe hätten wir eine Geburtenrate von 2,5 Kinder pro Familie, ein Wirtschaftswachstum vom 5 % und keine Arbeitslosen.
    Denn durch das ewige Gemecker wird alles niedergemacht – insbesondere jede Motivation etwas positives tun.

  7. str wrote:

    Fono, dann haben wir halt eine unterschiedliche Wahrnehmung:

    “von dieser Seite habe ich bisher noch keine Bedenken gegenüber Frauen, die Familie und Beruf haben wollen gehört.”

    Also, bis vor kurzem hat man aus medialer und regierungsamtlicher Sicht nichts anderes gehört.

    Den Rabenmuttervorwurf dagegen kenne ich wirklich nur aus der argumentativen Verwertung seiner Gegner. Früher mag es ihn wirklich gegeben haben, aber ich rede von der Gegenwart.

    Aber vielleicht ist man bei Dir konservativer als im “katholischen Unterfranken”

    Das es in anderen Ländern überhaupt kein Thema ist, mag zweierlei bedeuten: entweder ist es dort selbstverständlich, das Thema nicht als Ideologiek®ampf zu verstehen, oder eine Seite hat sich bereits vollends durchgesetzt.

  8. Petra wrote:

    My two cents:

    Der Rabenmüttervorwurf ist eine reine mediale Geschichte. Er kommt ausschließlich im Feuilleton vor und sonst nirgends. Da Feministinnen aber den Feuilleton für das wirkliche Leben halten, denken sie, das sei jetzt gesellschaftlich weit verbreitet….

    Der “Heimchen am Herd” – Vorwurf ist hingegen gesellschaftlich weit verbreitet. Da muss man gar nicht so tun, als gebe es das nicht. Gerade akademisch gebildete Frauen müssen sich rechtfertigen, wenn sie (auch wenn nur für einige Zeit) Hausfrauen sind/sein wollen.

    Das Thema ist in anderen Ländern deshalb keines, weil man dort a) noch nicht über die Demographie redet, b) nicht dem deutschen Selbstbespiegelungswahn anhängt :-), c) die eine Seite (meistens die “berufstätige” Seite) gewonnen hat (wie str schrieb).

    Ich muss Dir allerdings widersprechen, sttn: die Welt wird nicht besser, nur wenn wir nicht jammern. Das Jammern schadet zwar sehr viel – nur ist die Geburtenrate schon seit Jahrzehnten unten (“Pillenknick”), und damals sprach man noch über die Überbevölkerung der Welt (so ‘ne subtile “Kriegt keine Kinder!”-Strategie…).

    Den Lebenswandel von Eva Herman halte ich auch für seltsam. Man fragt sich, ob dies jetzt hier einen Wandel bedeutet, oder eine logische Weiterführung dessen, was sie bisher gemacht hat. Ich kenne sie natürlich nicht persönlich – aber manchmal denke ich mir, ihr übersteigertes Männerideal, den sie z. T. zum Ausdruck bringt, ist sicher ein Grund dafür, warum sie die Männer öfter gewechselt hat als die Unterwäsche.

    Es erscheint mir, dass sie zwar die Probleme sieht, die ihr Lebenswandel mit sich gebracht hat (Zerfall der Familie, Karrieredruck auf die Frau usw.), aber das Grundproblem, das ungleiche, unrealistische Geschlechterverhältnis, nicht erkennt.

    Ich erinnere mich an eine Freundin in meiner Schul-/Studienzeit, die ein ganz ähnliches Problem hatte: Geschlechterverhältnis als Kampf. Statt dass man miteinander redete, ging sie immer komplizierte Intrigenspiele ein (“wenn du das machst, dann mach ich das”), gleichzeitig hing sie aber auch dauernd an Männern, die sie offensichtlich nicht ernst nahmen und nicht respektierten. Kein Vertrauen, aber auch kein Respekt für sich selbst. Sie sah den Mann vor allem als “Mann” (also: als “den Anderen”) und nicht als Menschen mit Gefühlen, dem genauso Respekt und Liebe gebührte wie ihr selbst. Ihre Beziehungen damals endeten dementsprechend alle in Katastrophen – und immer waren die “bösen Männer” schuld (die sich ihren Umgang mit ihnen nicht bieten ließen)...

  9. Petra wrote:

    Woher kommt jetzt das Durchgestrichene? Na ja, egal, die Technik…

  10. fono wrote:

    @Petra
    >Der Rabenmüttervorwurf ist eine reine mediale Geschichte.

    Dafür höre ich Sätze wie “Frauen sollten zu Hause bleiben” allerdings relativ oft und zudem auch noch von recht unterschiedlichen Menschen.

    >Der “Heimchen am Herd” – Vorwurf ist hingegen gesellschaftlich weit verbreitet.

    Könnte an diesen Hausfrauen liegen, die den ganzen Tag nichts zu tun haben und dann z.B. anderen Eltern als Klassenpflegschafts-Vorsitzende mit lästigen Ideen auf die Nerven gehen. Solche Frauen kennt wahrscheinlich jeder.

  11. FingO wrote:

    Ich nicht :(

  12. dilettantus-in-interrete wrote:

    Bisher war noch jede mir bekannt Klassenpflegschaftsvorsitzende ein Mann!

    @FingO

    Nur Mut

  13. francis wrote:

    wer hilft uns schneller beim aussterben? demographie, klimawandel, die usa oder der iran?

  14. FingO wrote:

    Tokio Hotel (sorry, bin grad in meiner blöden Phase)