Web 2.0 für christliche Gemeinden
Ich habe mir überlegt, ob und wie man die sogenannten Web 2.0-Anwendungen für den normalen Gebrauch in christlichen Gemeinden sinnvoll einsetzen kann und glaube, daß es durchaus möglich ist. Deshalb werde ich in loser Reihenfolge ein paar Einsatzbeispiele vorstellen, die vielleicht nützlich sein können. Heute beginnen wir mit der wahrscheinlich am meisten eingesetzten Anwendung auf allen Computern, der Textverarbeitung:
Die webbasierte Anwendung soll keinesfalls das fest installierte Office-Programm (welches auch immer) ersetzen, sondern soll eine Erweiterung für bestimmte Bereiche sein. Getestet habe ich Writely und Zoho Writer, die beide kostenlos sind und gleiche Funktionen haben. Wichtig für unsere Gemeinde 2.0 ist die Möglichkeit bestimmte Dokumente freizuschalten, damit sie für einen bestimmten Personenkreis les- und editierbar sind. Im richtigen Leben könnte das zum Beispiel so aussehen:
- Wir legen ein Dokument “Termine 2007” an und geben es frei
- Alle Gruppen und Vereine tragen dort ihre Termine ein
- Aus diesem Dokument werden die Termine für den Gemeindebrief und die Website entnommen
Genauso kann es mit dem Gemeindebrief funktionieren:
- Dokument “Rundbrief Woche XY” erstellen und freischalten
- Inhalte aus Dokument “Termine XY” einsetzen
- Der Pastor kann ggf. nochmal gegenlesen
- Der Pfarrbrief kann als PDF an die Druckerei oder den Kopierdienst geschickt werden
- Der Webmaster kann den Rundbrief mit wenig Aufwand online stellen
Prinzipiell sind alle Einsatzmöglichkeiten denkbar, bei denen verschiedene Personen entweder gemeinsam einen Text erstellen oder auf ein Dokument Zugriff haben müssen. Ein Pastor kann so seine Predigten einfach anderen zum Gegenlesen zeigen, die Mitarbeiter von Firmgruppen können Material für den Unterricht erstellen oder Hauskreisleitungen können Texte für alle Teilnehmer erarbeiten. Weitere Vorteile dieser Online-Anwendungen sind daß niemand mehr Rücksicht auf unterschiedliche Datei-Formate nehmen muß, alle Anwender arbeiten mit der gleichen Software, wenn die Festplatte des Büro-PC abraucht, gehen keine wichtigen Daten verloren und letztendlich kostet es (bisher) nichts.
Links zum Thema:
Teil Zwei der Serie:
Warum jede Gemeinde einen Flickr-Account haben sollte
Ingo wrote:
Zu ergänzen wäre vielleicht noch Writeboard, haben wir auch schon öfter für diese Zwecke benutzt: http://www.writeboard.com
Posted 09 Okt 2006 at 9:02 am ¶