Christliche Musik

Onkel Toby hat einen schönen Artikel über christliche Musik geschrieben, dem ich in allen Punkten zustimmen kann. Seine Erfahrungen mit christlichen Bands liegen zwar noch länger zurück als meine, ich kann mir aber kaum denken, daß die Szene inzwischen vor kreativen und innovativen Musikern überstrotzt. Deshalb habe ich vor ein paar Jahren größtenteils aufgehört, mich mit dieser Art Musik zu beschäftigen, weil mir die Originale nachwievor besser gefallen als irgendwelche Kopien.

Comments

  1. FingO wrote:

    Na, ich muß erstmal schon sagen, daß es inzwischen durchaus intelligente Christliche Musik gibt (Beispiele im Metal: Kekal, Crimson Moonlight, Zao, Antestor; im Reggae: Sherwing Gardner, Stitchie; im Hip Hop: righteous B, MC Just aka Akalythe, Fr. Pontifex). Ich stimm in der Hinsicht zu, daß es christliche Bands gibt, die einfach scheiße sind, aber man kann das nicht mehr so pauschalisieren.
    Und nun noch (tadaaah!) Werbung für eine Artikelserie made by myself, die sich damit befaßt:

    http://www.erziehungstrends.de/node/256

    http://www.erziehungstrends.de/node/266

    http://www.erziehungstrends.de/node/276

    wird hoffentlich bald fortgesetzt von mir; ein Artikel über hip hop und einer über Reggae sind in Planung.

  2. fono wrote:

    Onkel Toby hat ja auch eine Polemik geschrieben, da muß man schon pauschalisieren, sonst macht es keinen Spaß. Polemik hin oder her sind seine Punkte meiner Meinung nach aber nicht unbegründet. Wenn ich z.B. im Portfolio einer Band lese, daß sie Musik machen um Jesus (oder wahlweise das Evangelium) unter die Menschen zu bringen, höre ich mir die Musik dazu erst garnicht an. Musiker sollen Musik machen, weil sie nichts lieber machen als Musik.

    Dazu wird das meiste im Angebot von Asaph oder Gerth immer noch als “klingt wie XY” angepriesen, was übersetzt bedeutet, daß der Künstler oder die Band irgendjemanden kopieren. Da bleibe ich dann wirklich lieber beim Original.

    Das schließt natürlich nicht aus, daß es die eine oder andere christliche Band gibt, die wirklich etwas taugt. Diese Bands sollten dann besser versuchen, ein richtiges Label zu bekommen, damit sie nicht ihr Leben lang in Turnhallen in Bad Schlonz spielen müssen.

  3. FingO wrote:

    Ok, ich muß sagen, daß ich eine Band, die Jesus unter die Leute bringen will, schon erstmal anhören würde. Wenn es dann aber ein drittklassiges Plagiat ist, dann greif ich auch lieber zu den Originalen.

    Was Asaph’s Taktik angeht; das machen leider Gottes viele in der christlichen Musikszenerie. Wirklich gemein wird, wenn die Bands durchaus eigenständig sind, aber als “klingt wie…” verkauft werden.
    Das sind sowieso für mich die Oberhonks, die nach christlichen Alternativen zu best. Bands suchen. Ich suche nach christlichen Bands, die mein musikalisches Spektrum erweitern, nicht, um manche sekularen Bands vom Trohn zu stoßen.

  4. Dybart Simpson wrote:

    Sehe ich überhaupt nicht so.
    Wenn ich einen Musikstil gut finde und mal gucken will, was es denn in dieser Richtung an christlichen Künstlern gibt, finde ich “Hört sich an wie” sogar ziemlich praktisch – vorausgesetzt, die hören sich dann wirklich so an.

    Ich würde auch “St. Antonius Schokonußcreme – die himmlische Alternative” kaufen, wenn’s “Schmeckt wie: nutella”.

  5. francis wrote:

    @FingO: Du hast in deiner Aufzählung Tourniquet vergessen, die sind mal so richtig großartig. Und zu denen gibts kein “klingt wie”.

  6. Christian wrote:

    “In der Welt” gibts auch ne Menge Mist … vielleicht sogar mehr als in der frommen Ecke. Kann man so oder so sehn. “In der Welt” hat man halt die größere Auswahl. Naja hab ja auch gerade nen bissi was zum Thema Mukke gepostet … wenn auch nicht so “tiefsinnig”.

  7. Ilona wrote:

    Der Artikel, auf den bei Onkel Toby verwiesen wird, enthält für mich einen wesentlichen Punkt: Nach dem Motto “Sind wir bereit, die Quereinsteiger zu akzeptieren?” weist der Autor darauf hin, dass es auch in der sog. “säkularen” Szene genug Musiker gibt, “in denen der Geist Gottes lebt”. Ich wünschte, mehr Leute – gerade in der evangelikalen Szene… – würden das kapieren…