Glauben mit Paul Gerhardt

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Heute vor 400 Jahren wurde der evangelische Pfarrer, Theologe, Dichter und Komponist Paul Gerhardt geboren. Er erlebte den Dreißigjährigen Krieg und den Durchzug der Pest durch Europa, also Umstände, die wir uns heutzutage im Westen nicht mehr vorstellen können. Um so erstaunlicher wirkt auf mich sein persönlicher Glaube, der in allen seiner Lieder zum Ausdruck kommt. Gerhardt schrieb aber nicht nur viele Kirchenlieder, sondern war auch ein strammer Lutheraner, der an seinen Überzeugungen festhielt. So zog er sich während seiner Amtszeit als Diakon der Berliner Nikolaikirche den Unmut seines zum Calvinismus übergetretenen Landesfürsten zu, weil er ein Toleranzedikt, das Calvins Theologie legitimieren sollte nicht unterschrieb. Deshalb sollten wir uns heute nicht nur die Texte seiner Lieder zu Herzen nehmen, sondern auch seinen Umgang mit widrigen Verhältnissen und sein Festhalten an Überzeugungen. Eine Renaissance der Gerhardtschen Kirchenlieder wäre prinzipiell für alle Christen wünschenswert, denn bei einer Gegenüberstellung könnte das moderne geistliche Liedgut keinesfalls standhalten. Paul Gerhardt rockt!
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Christian wrote:
Respekt … und sowas von einem Katho ;)
Posted 12 Mrz 2007 at 10:41 pm ¶
beisasse wrote:
schöne links hast du da zusammen gesucht – danke! – welche lieder sind eigentlich auch im gotteslob drin? ich tippe mal auf “nun ruhen alle wälder” und “geh aus, mein herz” auf jeden fall wohl …
Posted 13 Mrz 2007 at 3:16 pm ¶
fono wrote:
@beisasse
>welche lieder sind eigentlich auch im gotteslob drin?
Gute Frage, ich weiß es nicht. Zumindest mein liebstes, “Ich steh an deiner Krippe hier” ist dabei.
Posted 13 Mrz 2007 at 9:11 pm ¶
dilettantus-in-interrete wrote:
“O Haupt voll Blut und Wunden” steht als wichtigstes Paul-Gerhard-Lied (obzwar nur Nachdichtung) natürlich im Gotteslob!
Posted 14 Mrz 2007 at 12:01 pm ¶