Heilige Berge: Der Nebo

Der Berg Nebo in Jordanien

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Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe mit dem Schwur: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen schauen lassen. Hinüberziehen wirst du nicht. – Dtn 34,4

Diese bedeutungsvollen Worte hörte Mose von Gott persönlich, nachdem er nach 40 Jahren Wanderung auf dem Berg Nebu in Jordanien stand und einen ersten Blick auf das gelobte Land warf. Die Aussicht ist heute noch genauso imposant, denn vom Gipfel des Nebo aus kann man das Jordantal, das Tote Meer und bei gutem Wetter sogar bis nach Jerusalem sehen. Die Israeliten waren aber nicht die ersten Besucher auf dem Berg, denn verwitterte Überreste behauener Steine weisen auf ein religiöse Riten aus grauer Vorzeit hin. Das erste christliche Heiligtum entstand im späten vierten Jahrhundert am Ort an dem Mose gestorben sein soll. Damals wurde ein wahrscheinlich schon vorhandenes Gebäude in eine Kirche umgewandelt, die man im Laufe der weiteren Jahrhunderte immer wieder erweiterte. Um der stetig wachsenden Zahl der Pilger gerecht zu werden, bauten die ansässigen Mönche die alte Kapelle im sechsten Jahrhundert zu einer Basilika mit Tauf- und Marienkapelle in den Seitenflügeln aus. Nach dieser Hochzeit als florierender Wallfahrtsort wurde der Ort irgendwann aufgegeben und die Basilika verkam zur Ruine.

Antikes Mosaik in der Kirche auf dem Berg Nebo

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Das neue geistliche Leben auf dem Nebo begann im Jahr 1932, als das Studium Biblicum Franciscanum, die archäologische Abteilung des Franziskaner-Ordens in Jerusalem ein Kloster auf dem Berg errichtete, das als Unterkunft während Ausgrabungen an der alten Kirche dienen sollte. Damals wurden Teile der ursprünglichen Basilika freigelegt, darunter sehr gut erhaltene Mosaikfußböden und ein Großteil der alten Taufkapelle. Später baute man eine neue Basilika direkt um die Ruinen herum, so dass das Gesamtbild der antiken Kirche erhalten blieb und seitdem wieder für Gottesdienste genutzt wird. Seit 1976 wird jährlich zum Hochfest Moses eine feierliche Messe abgehalten, an der außer den Franziskanern viele Christen aus der Umgebung teilnehmen. Zu diesem Anlass wurde damals eine Bronzeskulptur auf dem Gipfel aufgestellt, die eine symbolische Mischung aus der eisernen Schlange, die Mose anfertigte und dem Kreuz Jesu darstellt.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Nebo zuletzt im Jahr 2000 anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. während seiner Pilgerfahrt durch das Heilige Land.

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