Und ewig lockt das Öl

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Während auf dem G8-Gipfel noch über die Probleme Afrikas diskutiert wird, verdrängt China mit Milliardeninvestitionen und günstigen Krediten die westlichen Staaten aus dem Kontinent. Dabei geht es der Regierung in Peking nicht um Entwicklungshilfe sondern um Öl, dass die wachsende Wirtschaft des Landes dringend braucht. Deshalb schließen sie Partnerschaften mit verschiedenen afrikanischen Regierungen und errichten Schienennetze, Raffinerien und ganze Städte. Da Baumaterial und Fachkräfte in Afrika knapp sind, bringen die Chinesen vom Arbeiter bis zur kleinsten Schraube alles mit. Davon profitieren sowohl die chinesischen Arbeiter, die mehr als dreimal so viel verdienen wie in ihrer Heimat, als auch die afrikanischen Staaten, die sich dank einer erneuerten Infrastruktur auf den Weg zum modernen Industriestaat machen können. Wer weiß, vielleicht verhandelt die Europäische Union in 100 Jahren mit Nigeria über die Vergabe von Entwicklungshilfe für die Hungergebiete in Süditalien und Ostdeutschland.
Video: Chinas Griff nach Afrika (45 Minuten), Dokumentation im ZDF
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