Protestantischer Beißreflex
Ich weiß nicht ob ich den notorischen Beißreflex der protestantischen Bischöfe auf vatikanische Verlautbarungen eher belustigend oder doch nur traurig finden soll. Kaum lässt die Kirche im Kern altbekannte Informationen zum eigenen Selbstverständnis verlauten, fühlen sich die Protestanten “brüskiert”. Dabei kam wirklich nichts Neues aus Rom:
- die einzige Kirche Jesu Christi ist die (subsistiert in) die katholische Kirche.
- die orthodoxen Kirchen sind ebenfalls echte Kirchen, weil sie die Sakramente und die apostolische Sukzession wahren.
- Protestanten und Freikirchen sind keine Kirchen im eigentlichen Sinn, weil ihnen Sakramente und apostolische Sukzession fehlen.
Bischof Huber spricht von einer “unveränderten Neuauflage” der “anstößigen Äußerungen” die 2001 in “Dominus Iesus” veröffentlicht wurden und hat absolut Recht (mit der Neuauflage natürlich). Ich halte den Bischof für einen klugen Mann, deshalb hoffe ich nicht, dass er ernstlich fundamentale Änderungen in der Position der Kirche erwartet hat. Eine intelligente Äußerung eines Lutheraners auf Hubers ökumenischer Betroffenheit habe ich in den Kommentaren der WELT gelesen: “Wenn der Papst uns den Status als Kirche nicht zuerkennt, na und? Wir erkennen ihn ja auch nicht als Stellvertreter Christi auf Erden an. Die richtige Reaktion der Evangelischen Kirche wäre gewesen, eine klare Profilbotschaft herauszugeben und damit im übertragenen Sinne die Botschaft aus Rom zu verbrennen, so wie das Luther mit der Bannandrohung des Papstes auch getan hat.”
Weitere Informationen:
Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche
Das Dokument in der deutschen Textfassung als PDF
Das Dokument in der lateinischen Originalfassung als PDF
Statement von Kardinal Karl Lehmann zum Dokument
Pressemitteilung der EKD
[depone] | Daniel Ehniss » Blog Archive » Kirche und Ökumene on 12 Jul 2007 at 9:51 am
[...] – - interessant sind dazu auch die Beiträge von Fono und [...]