Es geht weiter

So ganz ohne Bloggen ging es dann doch nicht. Allerdings geht es nicht hier weiter, sondern in meinem neuen Weblog Orden des Leibowitz. Wenn Ihnen der eine oder andere Beitrag in diesem Blog gefallen hat, schauen Sie doch mal im Orden vorbei!

Vom Rande des Glases aus betrachtet

Fono macht ein Bier auf

So viel Zeit wie ich jetzt schon vor der Tastatur sitze wollte ich für diesen Eintrag überhaupt nicht aufwenden. Viel mehr als eine kurze Meldung sollte es nicht werden. Seitdem ich dieses kleine Weblog vor knapp fünf Jahren aus der Taufe gehoben habe, sind einige Artikel und ebenso viel von meinem Herzblut durch eure Feedreader geflossen. Vieles würde ich heute wahrscheinlich überhaupt nicht mehr schreiben, oder zumindest deutlich anders formulieren. Manche kleine Aufreger in dieser Bloghistorie würden allerdings auch wesentlich garstiger ausfallen, das gehört wohl zum Geschäft dazu. Eine Menge sehr netter Menschen habe ich auch kennengelernt: die meisten nicht persönlich, manche davon auch auf ein Bier. Ein paar Dreckschüppengesichter waren natürlich auch dabei, eines davon hat mich erst kürzlich besonders scheinheilig mit Anwälten bedroht. Und nein, für diesen Satz kann man mich nicht belangen, da habe ich mich vorher natürlich erkundigt.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den vielen treuen Leserinnen und Lesern, die dieses Blog über die Jahre mit Kommentaren, E-Mails, Postkarten und Telefonaten begleitet haben. Bis hierher hat es mir viel Spaß mit euch gemacht! Jetzt muss ich wohl langsam auf den unvermeidlichen Punkt kommen und dieses kleine Weblog mit diesem Satz endgültig für geschlossen erklären. Es waren fast fünf mehr oder weniger wilde Jahre, ich bin darüber vom Evangelikalen zum Katholiken geworden und habe eine Menge Erfahrungen sammeln dürfen. In letzter Zeit fehlt mir allerdings vermehrt die Zeit geplante Ideen umzusetzen und außerdem ist da auch noch ein neues Projekt, das meinen Tatendrang reizt. Deshalb halte ich es für besser dieses Blog endgültig zu schließen. Alle bestehenden Einträge bleiben erhalten, genauso wie die B16-Banner, die viele von euch in ihren eigenen Blogs verlinkt haben.

Ich für meinen Teil werde mir gleich eine Zigarette anzünden und dazu mein Glas auf ein paar Jahre fonolog.com erheben. Gehabt euch wohl und Gott segne euch.

Von Liturgie und Toleranz

Das Gewand

Ich liebe meine Kirche wirklich und bin froh um jeden Priester, den Gott uns schenkt. Manche Dinge scheinen aber so eine Übung in Toleranz für mich zu sein.

Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!

Atheist [...] darf eigentlich nur der sein, der die ungeheuren Folgen des Gottesmordes zu tragen in der Lage ist. So, wie Christen das ungeheure Wagnis eingehen, sich selbst und ihr Leben einem Gott anzuvertrauen, den man nicht sehen kann, so müssen Atheisten nach Nietzsche das Wagnis eingehen, sich in das reine Nichts fallen zu lassen, dorthin, wo nichts mehr hält und trägt.

Heute vor 125 Jahren veröffentlichte der Pfarrerssohn Friedrich Nitzsche seine Erzählung über einen tollen Menschen. [WELT]

Wozu braucht man Priester?

Die Leute von That Catholic Show sind sehr weit vorne, wenn es um die lockere Vermittlung selbst trockener religiöser Inhalte geht. In dieser Sendung erklären sie in knapp 5 Minuten die die Hintergründe des Priesteramts und dessen Entstehung.

Drei Mann für ein Ave Maria

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat darauf hingewiesen, dass eine gute Marienverehrung eine “Gegenwehr“ gegenüber Säkularisierung, Werteverlust und Rückgang der Kirche sei und zudem der Ökumene förderlich ist. Wer Christus treu bleiben wolle, müsse deswegen auch Maria verehren, sie als Vorbild nehmen und als Fürsprecherin anrufen. Deshalb an dieser Stelle das “Ave Maria”, vorgetragen auf der singenden Säge. [kath.net]

Koscher googlen

Jgog

Eigentlich ist es nur eine Custom Search Engine von Google, aber mit jgog.net hat es der gläubige Jude Jossi Mor-Josef immerhin bis ins israelische Fernsehen gebracht. Die Suche ist so angepasst, dass sie “unzüchtige” und nicht der jüdischen Orthodoxie entsprechenden Inhalte herausfiltert, um fromme Suchende nicht zu pikieren. [n-tv]

The King has left the building

Mikrofon

Geschrieben und analysiert wurde schon viel zu viel, ich werde nachher lieber Aloha from Hawaii einlegen, das ich persönlich für eines seiner besten Konzerte halte. Hier noch ein paar Videos vom Auftritt in Hawaii, der 1973 über Satellit von einer Milliarde Menschen gesehen wurde:

Maria. 2000 Jahre in Religion, Kultur und Geschichte.

Buch Maria“Es ist unmöglich, die Geschichte der abendländischen Spiritualität und Frömmigkeit zu verstehen, ohne die Rolle zu beachten, die die Jungfrau Maria darin einnimmt.” Zum Marienfest der Hinweis auf ein gut verständliches und interessant geschriebenes Buch des Professors für Geschichte Jaroslav Pelikan. Er erklärt die Ursprünge und Begründungen der Marienverehrung der Kirche und erläutert die theologischen Hintergründe, die zu den verschieden Dogmen über die Gottesmutter geführt haben. Dabei bleibt der Autor einer bodenständigen Schreibweise treu, so dass man kein Studium braucht um das Buch zu verstehen. Mir hat es jedenfalls gut gefallen.

Bei Amazon sind noch einige Exemplare zu haben, gebraucht sogar schon für knapp 5 Euro.

Marias Aufnahme in den Himmel

Maria Entschlafung

Bild: Wikimedia Commons

“In der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und auch kraft Unserer eigenen verkündigen, erklären und definieren Wir: Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde.”

So formulierte Papst Pius XII. 1950, woran sowohl die orthodoxe als auch die katholische Kirche schon seit den frühen Tagen des Christentums glauben. Warum dieses Fest nicht mit Christi Himmelfahrt zu vergleichen ist, steht in der Erklärung der Kathpedia.