Dank des Alderson-Antriebs gelingt es der Menschheit den Fesseln des Sonnensystems zu entfliehen und in den interstellaren Raum aufzubrechen. Im Jahr 3017 entdeckt man ein Raumschiff außerirdischen Ursprungs, das aus einem weit entfernten und noch nicht erforschten Winkel des Universums stammt, der “Murchesons Auge” genannt wird. Zwei Schiffe des Zweiten Imperiums der Menschheit brechen zum Zielplaneten auf um herauszufinden, ob die Fremden eine Bedrohung für das Reich darstellen. Ich habe das Buch schon mehrmals gelesen und neulich fiel es mir beim Umräumen mal wieder in die Hände. Wer anspruchsvollere Science-Fiction mag und es noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen, da es mittlerweile zu den Klassikern gehört. Neben der Geschichte um den Erstkontakt mit einer außerirdischen Rasse bietet es noch weitere interessante Nebenschauplätze und Details. So wird die Menschheit von einem Kaiser und den zugehörigen Aristokraten regiert und nebenbei hat das Autorenteam Niven und Pournelle vor mehr als 30 Jahren den PDA erfunden.
Bei Amazon
gibt es verschiedene Ausgaben des Buchs, wobei die günstigste von 1977 gebraucht schon ab 50 Cent zu haben ist.

LoveLikeFire spielen eingängigen Indie-Pop, der vertraut aber nicht aufgewärmt klingt und zumindest mich zum sofortigen Fußwippen bewegt hat, was bei Sauerländern einer wahren Gefühlswoge gleichkommt. Reinhören lohnt sich: S.O.S., Wish You Dead, I Will, From A Tower [via 3hive]

Es hat zwar ein paar Tage länger gedauert als angekündigt, aber ich melde mich dank eines funktionierenden Internetzugangs wieder zurück. Nachdem nun alles wieder läuft, wollte ich euch eigentlich die traurige Geschichte meiner kurzen und unglücklichen Affäre mit Alice zu berichten, doch selbst die Kurzversion wäre zu lang geworden.
In wenigen Worten: eine derartige Anhäufung von Fehlern und Inkompetenz wie bei Hansenet ist mir persönlich noch nicht untergekommen. Wenn es bei der vergessenen Portierung der Telefonnummer geblieben wäre, hätte man es noch als kleines Missgeschick verbuchen können. Dass sie aber den gesamten Anschluss zu einem anderen Termin als vorher vereinbart kappen und mir am Telefon brühwarm erzählen, dass die neue Freischaltung plötzlich gut 14 Tage dauern wird, ist schon ein sehr grober Fehler. Dazu kommt noch eine kostenpflichtige und meiner Meinung nach größtenteils inkompetente Hotline, die in meinem Fall eher zu Bluthochdruck als zur Fehlerbehebung geführt hat.
Ich hätte zwar nicht gedacht, dass ich in diesem Leben noch mal zur alten Tante Telekom wechseln würde, aber hinter deren sprödem Charme steckt doch mehr als hinter der hübschen Fassade von Alice.

Anfang diesen Monats wollte ich zu Alice-DSL wechseln, um mit einer günstigen Flatrate telefonieren und browsen zu können. Daraus hat sich leider ein Drama in mehreren Akten entwickelt, in dem der Protagonist am Ende gänzlich ohne Telefon und Internet-Zugang und abgeschnitten von der zivilisierten Welt dasteht. Die Tage werde ich euch das Stück in epischer Länge vorstellen, bis dahin werde ich aber dank des Dilettantentums der Firma Hansenet die gesamte nächste Woche nicht online sein.

Diesen wunderbaren original Berliner Pflasterstein habe ich heute als Mitbringsel aus der Hauptstadt geschenkt bekommen. Angesichts des Steins musste ich nicht nur an die sehr abenteuerliche Teilnahme an einer Demo zum 1. Mai damals als Jungpunk denken, sondern auch an ein T-Shirt, das ich seinerzeit bei einem dieser Straßenhändler gesehen habe. Als Aufdruck hatte es einen grimmig dreinschauenden Comic-Bären der einen Pflasterstein zum Werfen in der Pfote hielt. Darunter stand nur der Schriftzug “Berlin”. Weiß jemand von den Berliner Bloggern ob es diese Dinger noch gibt? Wahrscheinlich haben es damals nur Touristen getragen, trotzdem hätte ich gerne eins. Schließlich war ich selbst mal knapp 6 Jahre lang bis zum Mauerfall Einwohner Berlins.
Christel Becker-Rau war während der beiden Besuche von Papst Johannes Paul II. 1980 und 1987 akkreditierte Fotografin: “Ihr Blick ist der einer Frau, die feststellt, dass der Papst der oberste aller Patriarchen ist, umgeben vor allem von Männern. Illustre Gestalten, Gesichter wie Grimassen, vor feisten Bäuchen fromm gefaltete Hände, schwärmerische Blicke in devoter Haltung, Helmut Kohl mit hochgezogenen Schultern, ein keck lachender Filbinger, das gute und das schlechte Gewissen.” (Klappentext)

Beim Herumstöbern habe ich diesen Fotoband entdeckt, der auf 135 Seiten schwarz-weiß Fotografien der Menschen beim Papstbesuch zeigt. Auch wenn Frau Becker-Rau höchstwahrscheinlich keine große Verehrerin des damaligen Papstes ist, hat sie doch eine Menge sehr interessanter Schnappschüsse zusammengetragen. Viele sind einfach schon spannend anzusehen, weil sie vor 20 und mehr Jahren entstanden sind.


Im Original sind die Bilder natürlich viel besser, weil ich sie zur Illustration abfotografiert habe. Bei Amazon kann man das Buch für sehr kleines Geld noch gebraucht bestellen und ich kann es euch nur empfehlen.
Der Papst und seine Schafe – Ein Photobuch der Deutschlandreisen von Papst Woytila
Schon viele sind ins Heilige Land gepilgert, doch manche müssen zu Hause bleiben. Wer trotzdem einen Segen aus Nazareth erbitten will, kann das jetzt auch schnell und einfach per Internet tun. Die Priester der griechisch-orthodoxen Gabrielskirche in Nazareth bieten einen Online-Service an, in dem sie persönliche Gebetswünsche in ihre Messe übernehmen.

Im ersten Schritt gibt man den Namen der Person für die der Segen erbeten wird an und sucht ein Anliegen für das gebetet werden soll aus. Nach dem Klick auf eines der Anliegen erscheint der Text des Gebets, das dann während der Messe gesprochen wird.

Im zweiten Schritt wählt man zuerst sein Herkunftsland aus, woraufhin zum Vergleich die eigene Ortszeit und die von Nazareth angezeigt wird. Nun kann man sich Datum und Uhrzeit der Messe aussuchen, soweit sie noch nicht belegt ist. In den weiteren Schritten gibt man ein paar persönliche Angaben an um einen eigenen Account anzulegen, bestätigt nochmal alles und kann danach mit den gängigen Kreditkarten die 8 Euro Bearbeitungsgebühr überweisen. Der Clou kommt aber noch: per Internet kann man sich live ansehen, wie einer der Priester die Fürbitte in der Messe vorträgt. Besser kann man doch Glaube und Internet nicht miteinander verbinden.
Website der Gabrielskirche in Nazareth mit persönlichem Segens-Service
Als ich vorhin meinen Posteingang öffnete, hatte ich fünfmal dieselbe E-Mail von verschiedenen Absendern bekommen. Darin wurde zur dringenden Abstimmung bei einer Umfrage der Tagesschau aufgerufen. Grund war die Idee der hessischen Kultusministerin Wolff zu einem “modernen” Biologieunterricht, in dem auch die biblische Schöpfungsgeschichte thematisiert werden soll. Dabei ist das Sommerloch doch in diesem Jahr dank Schäuble, Pauli und Vattenfall nicht so tief wie sonst, als das man nun schon den Kreationismus bemühen müsste. Viele unserer evangelikalen Schwestern und Brüder scheinen jedenfall dem Aufruf Teilnahme an der Umfrage gefolgt zu sein, sonst wären nicht über 50 Prozent der Stimmen für die unselige Vermischung von Wissenschaft und Religion. Wäre ich Hesse und Elternteil eines schulpflichtigen Kindes, wüsste ich genau was ich Frau Wolff schreiben würde. So warte ich einfach das Ende des Sommerlochs ab, das in der Regel kurz nach der Sichtung von Nessie kommt.
Heute bin ich zufällig auf meinen fünften Mac gestoßen: der Neuzugang ist ein schickes PowerBook 190 aus dem Jahr 1995. Es war der letzte Macintosh der mit 68k-Prozessor ausgestattet war, läuft mit strammen 33 MHz, verfügt über ein monochromes 9,5 Zoll-Display und läuft mit System 7.5.1. Fit fürs Internet ist das Gerät von Haus aus nicht, kann aber mit einer Netzwerk-Karte nachgerüstet werden. Mit einem Update auf System 8 müsste es dann sogar DSL-tauglich sein. Für E-Mail, IRC und einen Text-Browser sollte das vollkommen ausreichen. Als Schreibmaschine funktioniert das PowerBook sowieso und wir wollen doch mal sehen, was sich nicht noch alles damit anstellen lässt. Es muss ja nicht immer Dual Core sein um Spaß zu haben.
Ich habe da ein eigenwilliges Problem mit meinem eMac der sich nach dem Anmelden stundenlang aufhängt. Was auch immer im Hintergrund läuft, ich kann es nicht beenden selbst mit den bekannten Tastaturkürzeln nicht. Auch die Systemsteuerung oder das Terminal lassen sich nicht öffnen; er hängt in irgendeiner Schleife fest, wenn man das Gerät nicht ausstellt stundenlang. Ich habe zwar eine dunkle Ahnung woran es liegen könnte, dafür bräuchte ich aber die System-DVD und hier ist das zweite Problem, denn sie scheint defekt zu sein, weil sie sich nicht mehr starten lässt. Hat irgendwer von euch dort draußen eine OS X Tiger DVD für PPC (wichtig) die mir gebrannt werden könnte? Dass dritte Problem ist nämlich eine gewisse Person, die jetzt ständig mein MacBook belagert um im SchülerVZ herumzuhängen. Deshalb wäre ich für Hilfe dankbar!